JOURNAL: Warheart (Alexander Otto)

  • Langeweile 2005-02-24 16:07:45 Vor lauter lange weile hab ich, mal ein wenig von dem was in ner freistunde geschrieben habe abgetipped. WEenns jemanden interessiert ...

    Ach ja nicht über irgendwelche Fehler wundern ;-)

    Eine weitere Böe schlug ihr mit aller Kraft in ihr von einem schwarzen Tuch verhülltes Gesicht, und wieder konnte sie spüren wie ein weiteres Bisschen ihrer Kraft sie verlies. Durch den Schnee und die herrschende Nacht konnte sie kaum ausmachen was sich vor ihr befand, aber sie konnte es sich in all ihrer Verzweiflung denken, endlos weite Ebenen aus Eis und Schnee, wie jene, welche sie nun schon seit Stunden zu durchqueren hatte. Ihr schwarzes Kleid, ihr Umhang, selbst ihr eigener Körper schien gefroren zu sein, nach diesen ewigen Stunden hier draußen im Nirgendwo. Sie konnte kaum noch etwas spüren, alles war schon taub geworden, sie war nur schwer in der Lage etwas zu spüren seit selbst der Schmerz dieser unwirtlichen Kälte sie allein gelassen hatte. Alleine, ja, sie war einsam. Es war nicht wirklich diese Eiseskälte die ihr zu schaffen machte, es musste die Einsamkeit sein die nun an ihr zerrte und sie versuchte auf die Knie zu zwingen...

    Endlich brach die Wolkendecke auf und ihr Blick schweifte gen Himmel, bevor sie mit einer Träne auf der Wange langsam in sich zusammensank, was hatte sie nur in eine solch aussichtslose Lage gebracht ? Was hatte sie getan um einem solch grausamen Schicksal anheim zu fallen ? Die Fragen hörten nicht mehr auf in ihrem Kopf umher zu kreisen, sie hatte bereits Probleme wach zu bleiben, sie konnte spüren wie sie den Kampf verlor, doch konnte sie nun nicht aufgeben, es gab noch immer Hoffnung. Ihr Ziel konnte bereits hinter der nächsten Schneewehe oder der nächsten Tanne auf sie warten, redete sie sich ein, obwohl sie wusste das sie bereits vor langer Zeit den Weg vor Augen verloren hatte und ohne einen Anhaltspunkt durch den Schnee watete. Doch auch dieses Mal war ihr Wille stärker, und sie konnte sich wieder auf die Beine zwingen und weiter den unendlichen Weg entlang. Ihre Wahrnehmung hatte anscheinend schon herbe Schäden erlitten als sie ein weiteres Male gen Himmel schaute und dort Lichter zusehen glaubte welche sich wie Seide über das Firmament zogen und die letzten Wolkenfetzen in ein schimmerndes Rotgrün tauchten, der Schneefall hatte nun einmählich aufgehört, doch das hatte sie gar nicht wahrgenommen, sie hatte sich selbst an die seltsamen Himmelsphänomene verloren, es war doch nicht das erste mal das sie dies beobachtete, aber seit wann waren diese Lichter so wunderschön ? An eine kleine Tanne gelehnt, welche auf einem kleinen Hügel nur unweit der Küste war sie sich ihrer selbst nicht mehr bewusst, sie hatte nicht einmal bemerkt, dass sie sich der Meeresküste genähert hatte und somit ihr Ziel fast erreicht haben musste, ihre Augen waren am Himmelszelt hängen geblieben. Diese verführerische Schönheit, diese unsagbare Perfektion, welch ein Schaubild hatte Odin dort an den Himmel gezaubert ? Das Tosen des Windes hatte sich gelegt, der schneidende Frost war fort und die fragenden Stimmen in ihrem Kopf waren verschwunden, nur noch diese Impression des Himmel dieser Vollmondnacht hatte einen Platz in ihren Gedanken. Sie hätte noch bis in den Tod hinein so verharrt, hätte sie nicht ein Geräusch aus ihrer Fantasie herausgerissen, welches ihr auch schon als kleines Kind immer eine Todesangst eingeflößt hatte.

    Sie löste sich von der kleinen Tanne jedoch, war sie von jenem Geräusch so in Aufruhr versetzt worden, dass sie nicht bemerkt hatte, dass sie mit ihrem Kleid an einem der toten Äste der Tanne hängen geblieben war und sich nun die teuer verzierte Kleidung zerriss. Auf einmal waren die Umstände wieder auf sie niedergeschlagen, der Wind schlug ihr wieder ins Gesicht und schien sie mit jeder Windböe auszulachen und zu verspotten, ihre noch fühlenden Körperteile begannen wieder nach Wärme aufzuschreien in einem infernalischem Hilferuf aus Schmerz. Ihre zerrissene Kleidung bot ihr nunmehr keinen guten Schutz mehr gegen die unmenschliche Witterung, ihre Beine welche ohnehin bereits blau und vollständig unterkühlt waren, lagen nun frei und sie hatte sich eine lange Wunde am Oberschenkel zugezogen, doch wusste sie nicht einmal mehr vorher sie sie hatte. Aber das spielte für sie im Moment alles keine Rolle, sie musste so schnell wie möglich hier wegkommen. Wenn sie schon hier draußen sterben musste, dann wollte sie doch in Frieden ihr Ende im ewigen Eis finden und erfrieren. Und wieder hörte sie dieses Geheule durch das laute Tosen des Windes hindurch, und diesmal konnte sie erahnen von wo es kam. Sie sah sich verzweifelt um, bis sie schließlich auf einem Fels Vorsprung nur unweit von ihr die Umrisse eines Wolfes ausmachen konnte; er stand auf einem Felsvorsprung über dem Meer. Dem Meer ? Dann konnte es nicht mehr zu weit sein. Dieser Gedanke schien ihr neue Kraft zugeben, ihre Schritte wurden wieder sicherer und gewannen an Pfad, sie schaute die Küstenlinie entlang und hoffte, irgendwo ein kleines Haus ausfindig machen zu können und tatsächlich konnte sie zwei Buchten weiter eine Rauchfahnesehen, das Haus war tief eingeschneit doch sie konnte sich daran erinnern, dass dort seine Hütte gelegen haben musste. Die Euphorie über den Sieg gegen dieses Wetter gab ihr wieder Kraft, Kraft die sie nun brauchte, denn sie blutete, ihre Kleidung war zerfetzt, und der Wolf hatte wahrscheinlich ihre Furcht gewittert, denn er war von dem Felsvorsprung verschwunden. Hastig war sie einen Blick über die Schulter, er war nicht mehr da. Sie konnte ihn nicht finden, er war mit seinem Fell im Schnee untergegangen. Nun musste sie so schnell wie möglich zum Ufer, das Eis des gefrorenen Meeres war, so hatte es ihre Mutter beigebracht bevor sie starb, den Wölfen unheimlich, er würde ihr noch auf das Eis folgen, hatte sie ihr immer gesagt. Sie war wild entschlossen bei seiner Hütte anzukommen, es war die einzige Möglichkeit die sie hatte, seit sie aus dem Dorf verbannt worden war, hatte sie keinen anderen Ausweg gesehen, wenn er sie nicht auf nehmen würde, würde sie diesen Winter, diese Nacht nicht überleben, und selbst wenn sie ankam wusste sie nicht was gesehen mochte. Plötzlich hörte sie ein lauterwerdendes Hecheln, wie geriet in Panik, er war es, er kam sie holen, die Verkörperung der Dunkelheit, der Polarnacht. Sie versuchte ihre letzen Kraftreserven zu mobilisieren und scheiterte kläglich, sie hatte sich nicht einmal hundert Meter von der kleinen Tanne entfernt und sankt nun erneut in sich zusammen, sie konnte sich nicht weiter anlügen, sie hatte nicht gesiegt, sie hatte verloren, sie würde ihren liebsten nie wiedersehen. Das Hecheln kam immer näher doch für sie wurde es immer leiser und leiser, es verlor an Bedeutung, alles verlor and Bedeutung, es war zu Ende ihr so kurzes Leben war zuende, was nutze ihr nun ihre vornehme Schönheit, was ihr Wissen über die Heilkraft der Pflanzen welches sie ich in den 15 Jahren ihres Lebens angeeignet hatte, oder was ihre Gabe wegen der sie aus dem Dorf verbannt wurde ? Sie hatte es nicht geschafft.

    Was hatte ihn nun schon wieder in dieses Wetter hinausgelockt ? Warum musste sein treuer Begleiter auch immer so ein neugieriges und sensibles Wahrnehmungsvermögen haben ? Er hätte ebenso gut vor dem Kamin in seiner Decke liegen bleiben können, doch hatte ihn das Gebell seines Freundes aus seiner Trance erwachen lassen. Nun war er ihm auch noch soweit durch den Schnee gefolgt, und die Frage weswegen, hatte sich noch immer nicht aufgeklärt. Zumindest hatte der Schneefall ein Ende gefunden und die Nordlichter und der Vollmond boten ein wundervolles Schauspiel, außerdem konnte etwas Frischluft ihm nicht schaden. Der Hund hatte anscheinend den Grund seiner plötzlichen Aufregung gefunden. Im Schnee lag ein in schwarze Fetzen gehüllter Körper eines jungen Mädchens, sie schien noch zu leben. Der Junge gab seinem Hund den Auftrag ihm schnellstmöglich eine warme Decke zu bringen, er Hund verstand immer was er wollte und so machte der schwarze Schäferhund sich wieder auf den Weg zu der kleinen Hütte am Ufer. Der Junge zog sich seinen Umhang und seinen Schal aus um ihr zugleich seine Kleidung wieder an den Körper zu schmiegen. Ihre schwarzen Haare waren von Frost überdeckt und ihre zarte Haut war bläulich und kalt, noch nie hatte er eine solches Wesen gesehen, so fragil und schön. Er konnte sich nicht erklären was sie hier zu suchen hatte in einer Polarnacht soweit außerhalb eines jeden Dorfes. Er konnte spüren wie sie ihre Lebensgeister zu verlassen drohten, so nahm er sie behutsam aus der Kleidung und versuchte sie nun mit seiner Körperwärme am Leben zu erhalten, ihr Körper war eiskalt fast schon erstarrt, doch sie war noch am Leben, und er musste dafür sorgen das es auch so blieb, er konnte niemanden einfach so erfieren lassen, das war nicht richtig. Nun saßen sie in seinen Umhang verhüllt unter dem endlosen Sternenmeer im Schnee.
    Ihre nackte Haut begann aufzutauen, er fühlte wie sie sich entspannte. Wenn er daran dachte was er hier machte, wurde ihm ganz anders, er hatte ein nacktes Mädchen an seinen bloßen Körper geschmiegt, wenn die Umstände andere gewesen wären hätte er nun sicher ein Gefühl von Freude empfunden, doch vertrieb er diese Gedanke so schnell wie möglich wieder. Sein Blick wanderte über die Landschaft er musste nun hier warten bis sein Freund zurückkehren würde.

    Was war geschehen ? Die Einsamkeit war einem unbekannten Gefühl gewichen, sie konnte es nicht klar in Gedanke fassen, aber etwas war anders, das erdrückende Gefühl des Alleinseins war von ihr gewichen. Ihr war auch nicht mehr so entsetzlich kalt, und sie konnte ihre Gliedmaßen wieder leicht spüren, jemand hatte ihre Wunde am Oberschenkel verbunden. Sie war aber wohl zu schwach zum ihre Sinne auf etwas zu fokussieren, sie öffnete ihre Augen. Sie konnte erst nur ein Silhouette eines Gesichtes gegen das rauschende Himmelsleuten erkennen, doch sie wusste das er es war. Sie war erhört worden, ihr stilles Schreien, welches im ewigen Schneesturm erstarb und in alle Himmelsrichtungen zerstreut worden war, hatte doch Gehör gefunden. Er musste es sein, langsam konnte sie sein Gesicht ausmachen, er hatte die Runen von Thor neben dem linken Auge tatoowiert, seine langen Haare wehten ihm ins Gesicht und trotz seiner jungen Jahre war sein Antlitz schon gezeichnet vom Leben. Seine Augen wanderten zu immer weiter in seine Seele, bis er sie noch näher an sich herzog und noch enger umschloss. Mit einem vertrauensvollen Blick sah er das kleine Häufchen Elend an, und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Sie konnte kaum verstehen was er sagen wollte, seine Stimme aber war weich und irgendwie angenehm vertraut, nun wusste sie, dass er es sein musste es bestand kein Zweifel. Sie schloss die Augen in einem beruhigenden Gefühl von Sicherheit.

    Wie lange sollten sie hier nun noch sitzen ? War sein Gefährte so langsam ? Er hatte bereits das Mädchen wieder allein in seinen Umhang gehüllt und sich, mit ihr in den Armen, auf den Weg zurück zur Hütte gemacht, er konnte nicht zulassen, dass sie her erfror weil er nicht in der Lage war sie zu retten. Der Wind und die Kälte drang nun auch durch seine Kleider, ohne seinen Umhang war es doch etwas zu kalt, was solls, dachte er, sie hatte den Umhang nötiger als er. Endlich hörte er das Hecheln wie es immer näher kann und ihm eine kleine Erleichterung, versprach. Als er seinen Blick von dem Mädchen abwendete, dessen wunderschönes Aussehen ihn noch immer gefangen hielt, bemerkte er, dass er besser nicht so voreilig hätte aufatmen sollen, denn nun stand er wieder vor ihm, dieser schattenhafte Tod, der weiße Wolf, jener Fenris der schon seinem Vater den Arm gekostet hatte, einem Gott !!! Er war wie gelähmt, der Wolf mit dem Menschenauge, was sollte er nun tun, er konnte nicht mit ihm kämpfen, er hatte seinen Bogen nicht dabei, sein Schwert hatte er in aller Eile ebenfalls liegen gelassen. Der Wolf stand nun vor ihm in dieser, verdammten Nacht, der Schnee und sein Fell warfen das Licht der Polarlichter auf ihn zurück. Nichts passierte, sie standen sich gegenüber, der Wolf und der einsame Krieger mit dem schönen Mädchen in den Armen. Was nun gesehen würde, wird so dachte er sein Leben beenden, aber was waren diese 17 Jahre auch schon wert gewesen ? Er hatte nichts mehr voran er im Leben hing, sollte es doch wenigstens diesem Mädchen die Möglichkeit bieten zu überleben; sein Freund würde schon dafür sorgen, dass sie sicher in der Hütte ankam, immerhin hatte er für ihn selbst schon einmal das selbe getan als er als Waisenkind aus dem Dorf vertrieben worden war. Sanft legte er das Mädchen in den Schnee strich ihr noch einmal zärtlich über ihr Haar. Dann stand er auf, er Wolf wartete weiter geduldig, als ob er all dies schon so geplant hätte, nur um auch ihn seines wertlosen Lebens zu berauben. Sein Vater, ein Gott, verblutet, seine Mutter von einem Fenris vergewaltigt und geschunden, an der Scham gestorben, was konnte nun noch schlimmeres geschehen ? Mit kalter Gewissheit, dass sein Tod ihm unmittelbar bevorstand, doch das dieser nicht für umsonst sein würde, konnte er seine Kraft zusammennehmen und stürmte mit voller Entschlossenheit auf den Wolf zu ...
     
  • Reign of Light 2005-01-29 18:57:50 Long time no see ...

    Just wanted to say some things here. I just got some new music and well what do I have to say it´s Dark Tranquillity´s new full lenght album "Character". There´s just one word which´s able do describe this artwork: Unbelieveable !!! It´s ther perfect mixture between their mid 90´s records which were faster and lot more complexed (even tought Brändström was not with the band at that time) and the new "modern" stlye they invented on "Projector" and "Haven". It´s full of emotions and techincal greatness. If you like intelligent music this is something for you to, I said around some hours to translate the vocals (my english isn´t that good so I translate most of my fave lyrics fo better undestanding) and man this is very highbrow philosophical content. They really made it to surpass "Damage Done" ... I suggest you to get you copy now ^^

    And my upcoming amv´s done up to 1:01 of 1:42, yeah this one took a long time ... first I wanted sequel of the Archetypes project but after Cryz_Tetsuo retiered (greetz man, live well) me and Farlo decided to make snother project instead of searching for another creator. So now I´m completing at leat my part which is pretty nice till now (if your interested just take a look at my proflie pic it´s a recent screenshot of a newer beta ^^).

    ---> See you around ...

    ~Warheart~ 
  • 2005-01-17 13:50:25 Ein Gedicht was ich fuer meinen Deutsch LK schreiben sollte ...

    (to all only english speaking people sorry but I´m to lazy to translate this)

    In endlosem Klang verloren ...

    Meine Seele singt das lied der ewigkeit
    Überwindet die Grenzen von Raum und Zeit
    Wird dich finden an jenem verborgenem Ort
    Hüllt dich in Dunkelheit und trägt dich fort

    Lass mich trinken von deinem Herzen
    Lass mich sinken in deine Augen
    Die Nacht wird genesen meine Schmerzen
    Die Liebe wird erschüttern meinen Glauben

    Das Träumen wird bringen die Wende
    Mein Singen wird bringen dein leidvolles Ende
    Die Welt wird für immer schwinden ...
    Werde ich meine Liebste jemals finden ?

    (von Alexander Otto 16.01.05) 
  • My first Globocide AMV 2005-01-03 14:00:19 Take a look ...

    http://www.animemusicvideos.org/members/members_videoinfo.php?v=57550 
  • Vanishing Point 2004-12-17 15:19:41 I´d really like to tell you some good news but there are non. I received some "great" information in the last few days: I have to do a report for my english lessons (yes the subject I totally suck at) and I have to read a stupid 250 page book for it, moreover I have to get going with my "facharbeit" (there´s no translation for that I think). I´m writing it about the the wandering of the polarlights in relation to the geophysikalpoles. I don´t even know where I should get the information, the geophysicalinstitut in Münster just has some interesting books that are some decades old. With all that work my winterholidays won´t be to great (some exceptions maybe). I hope that I at least have some time to finish one of my current projects in the meantime. Maybe ... yeah around chrismas I have much time because we don´t celebrate it anymore since I got fourteen.

    The only good thing that will eat a lot of my time too, is that I got the new offense playbook for the season next year. It´s about 80 pages (not much but I´ll need some time). Since our team lacks rookie players I hope that we´ll get the pass for the upcoming tournaments in spring so we can show some presence in public. 
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